Das Gesetz des Karma

Karma is the unconscious identification with the conditioned patterns of the past. If you do so you are condemned to rebirth. Every second of your life. You rebirth in the same form, thought, emotion, etc. over and over again.

Eckhart Tolle

 

Auge um Auge, Zahn um Zahn – damit wurde auf das göttliche Gesetz des Karma verwiesen, das besagt dass jede Handlung, die man begeht zu einem selbst zurückkommt, und es darum weise ist, sich seine Handlungen zu überlegen – ebenso wie es unnötig ist, Rache zu üben, da der kosmische Ausgleich ohne Zweifel kommen wird.

Durch das bewusste Aussenden von reiner Liebe, die von Herzen kommt, durch Verzeihen und Vergebung, kann das ewige Ping-Pong des Karma-Ausgleichs aufgehoben werden.

Alles was wir tun, sogar was wir fühlen und denken, hinterlässt eine klare Spur auf den unsichtbaren Ebenen. Wann immer wir unsere Energie auf etwas richten, schaffen wir eine Form, die wir mit unserer Energie füllen. Diese Form ist für jeden deutlich zu erkennen, der in der Lage ist, die feinstofflichen Ebenen wahrzunehmen. Jedes Mal, wenn wir uns wieder auf denselben Gedanken oder dasselbe Gefühl oder dieselbe Handlung ausrichten, geben wir dieser Gedankenform erneut Energie, und sie wird größer. Und so schaffen wir um unsere feineren Körper Energieformen, die diese in ihnen gespeicherte Energie permanent ausstrahlen und ähnliche Energien anziehen.

Wann immer wir Energieformen erschaffen, die nicht mit dem göttlichen Gesetz übereinstimmen, schaffen wir Karma, eine Bindung an die niederen Ebenen, die einen Ausgleich verlangt.

So kann zum Beispiel irgendwann etwas geschehen, bei dem der Mensch, der die Gedankenform „betrügen“ füttert, so durch den Betrug eines anderen geschädigt wird, dass er erkennt, wie destruktiv und lebensfeindlich ein Betrug ist. Dadurch wird ihm die Gelegenheit gegeben, Erkenntnis zu erlangen und eine neue Richtung einzuschlagen, die ihm die Möglichkeit schafft, die Gedankenform „Betrügen“ aufzulösen, und sich statt dessen auf Ehrlichkeit auszurichten und damit eine unterstützende Gedankenform zu kreieren. Das war mit den Worten „Kehrt um und tut Buße“ gemeint – es hieß nicht, kleidet euch in Sack und Asche, geißelt euch selbst und leidet jeden Tag unter dem Bewusstsein eurer Schuld. ES bedeutete: „Lenkt eure Ausrichtung um! Lasst ab von dem, was gegen das Leben gerichtet ist, was gegen das göttliche Gesetz ist und bemüht euch um einen Ausgleich, indem ihr eure Energie auf das richtet, was das Leben unterstützt“

Jede Energie die wir durch unsere Taten, Worte, Gefühle und Gedanken aussenden hat eine ihr eigene Schwingung. Richten wir uns auf niedere Energien aus, werden wir von dieser in niedrigen Bereichen gehalten, in denen diese niedrigen Schwingungen die Oberhand haben. Orientieren wir uns an höheren Schwingungen, werden wir in die höheren Bereiche gezogen, in denen dann Gedankenformen wie Ehrlichkeit, Loyalität, Wahrhaftigkeit, Freundschaft, Kreativität, Liebe, Freude und Fülle regieren. Senden wir Energieformen von höherer Schwingung aus, werden wir auch solche von höherer Schwingung anziehen. Somit schaffen wir uns unsere Umgebung und die uns beeinflussenden Impulse selbst.

Das, was wir an Energien in die Welt setzen, wird automatisch auch in unsere Welt eintreten. Da ist es doch nur ratsam, das auszusenden, was man auch für sich selbst als wünschenswert ansieht.

Den Menschen widerfährt genau das, worauf er seine Energien ausrichtet. Wer gegen den göttlichen Fluss der Energien schwimmt, wird zu leiden haben. Wer mit der Strömung fließt, wird erfüllten Herzens vorankommen. Das ist das Gesetz der göttlichen Gnade und Liebe, das Jesus durch sein Leben ins Bewusstsein der Menschheit gebracht hat.

Eine destruktive Gedankenform, so groß und mächtig sie auch sein mag, kann jederzeit durch eine echte Umkehr in der inneren Einstellung mit der Kraft der Liebe, die von Herzen kommt, aufgelöst werden. Denn Liebe ist eine Eigenschaft der Quelle und dadurch viel wirkungsvoller als alle destruktiven Energien. Liebe ist schneller als das Licht in seinen Schwingungen.

Zu lieben bedeutet mit dem Strom des Lebens eins zu sein, vom Leben selbst unterstützt zu werden. Liebe ist die mächtigste Kraft, und ihre Kraft und Stärke bewirken die Gnade, die niederen Energien von zahlreichen Leben wirkungslos zu machen. „Liebet eure Feinde“ war kein rührseliges und unlogisches Selbstaufopferungsangebot, sondern der wirksamste Weg, niedere Gedankenformen unschädlich zu machen, die unsere Lebensenergie aufzehren und uns krank, depressiv und unglücklich machen.

Jesus war durch seine eigenen hochfrequenten Liebes-Schwingungen in der Lage, krankmachende Energieformen aus den feinstofflichen Körpern anderer Menschen zu entfernen, wo durch es zu den berühmten Wunderheilungen gekommen ist. Da sich krankmachende Energien immer zuerst in den inneren feinstofflichen Körper festsetzen, kann der äußere Mensch sofort geheilt werden, wenn die entsprechenden Energieumstrukturierungen an seinen inneren Körpern stattgefunden haben. Das funktioniert allerdings nur, wenn der behandelte Mensch aus dieser Krankheit gelernt und die dementsprechende Umorientierung in seinem Bewusstsein vorgenommen hat. Ist das nicht der Fall, wird nur eine vorübergehende Besserung eintreten, und die Krankheit wird, vielleicht an einer anderen Stelle wieder auftauchen.

Es geht also darum alles Karma aufzulösen, damit der physische Körper mit dem Höheren Selbst verschmelzen und zu einem vollständigen Werkzeug des göttlichen Willens werden kann.

 

Anna Amaryllis, aus „Die Weiße Bruderschaft“

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