Die drei universellen Ängste

Wir alle machen in unserem Leben ähnliche Erfahrungen – ganz gleich welche familiäre oder soziale Hintergründe wir haben. Dies liegt an unseren emotionalen Reaktionen, die sich auf unsere universellen Ängste beziehen, die für alle Menschen gleich sind.

Wenn es etwas gibt, vor dem wir uns fürchten – egal ob wir es konkret benennen können oder nicht, entstehen in unserem Körper emotionale Vorurteile, die wir als „Ladungen“ oder „Alarmknöpfe“ bezeichnen. Diese emotionalen Vorurteile sorgen dafür, dass wir genau die Beziehungen in unser Leben holen, die an die Ängste rühren, die geheilt werden wollen. Je stärker unsere Vorurteile sind, desto größer sind unsere dahinter liegenden Ängste.

Alle Ängste die uns nicht bewusst sind, zeigen sich in Situationen und Augenblicken, in denen wir sie am wenigsten erwarten.

 

 

1 – Angst vor Trennung und Verlassenheit

Fast jeder von uns trägt das Gefühl in sich, alleine zu sein. In jedem Menschen und in jeder Familie gibt es ein unausgesprochenes Gefühl, dass wir irgendwie von dem getrennt sind, was für unsere Existenz verantwortlich ist. Es fühlt sich so an, als wären wir irgendwann in grauer Vorzeit hierher gebracht und ohne jegliche Begründung verlassen worden. Als wären wir von Gott und der Welt verlassen worden, als hätte jemand völlig auf uns vergessen.

 

2 – Angst vor Minderwertigkeit

Die meisten Menschen tragen ein Gefühl mit sich herum, irgendwie nicht gut genug zu sein. Wir meinen, dass unsere sozialen und beruflichen Leistungen nicht wichtig oder nicht der Rede wert seien. Wir haben das Gefühl, als Mensch keine Achtung und keinen Respekt verdient zu haben. Und manches Mal haben wir sogar das Gefühl, es nicht zu verdienen, am Leben zu sein. Tief in uns sitzt dieser Zweifel, ob wir es denn auch wert sind, Glück, Freude oder Fülle verdient zu haben.

 

3 – Angst vor Hingabe und Vertrauen

Fast jeder von uns hat das Gefühl, dass absolutes Vertrauen und bedingungslose Hingabe gefährlich sind. Die Vorstellung, dass unser Vertrauen so groß ist, dass wir unsere individuelles Selbst völlig aufgeben können um etwas Größeres zu erfahren macht uns Angst. Es denken, es ist gefährlich für uns, anderen Menschen, der Weisheit unseres Körpers oder einer friedvollen Welt zu vertrauen. Unser Gefühl für Sicherheit ist erschüttert. Doch unser Sicherheitsgefühl in dieser Welt kann nur aus unserem innern Gefühl der Sicherheit kommen. Und dazu müssen wir vertrauen. Wir müssen uns der Intelligenz des Lebens anvertrauen und uns dem Leben hingeben.

 

Gregg Braden

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