Die Spiegelgesetze

Spiegelgesetz 1

Alles, was mich an einem anderen stört, ärgert, aufregt, in Wut versetzt und was ich anders haben will, habe ich in mir selber.

Beispiel: Ich werde wütend, wenn jemand mir gegenüber ein Versprechen bricht. Da mich dies in Wut versetzen kann, habe ich diese Tendenz selber, bereits Versprechen gebrochen und das stört mich an mir selbst – bewusst oder unbewusst.

 

Spiegelgesetz 2

Alles, was mich verletzt, wenn andere dies an mir kritisieren, verändern und bekämpfen wollen, betrifft mich – und ist noch nicht erlöst.

Beispiel: Wenn mir jemand vorwirft, unsensibel zu sein und mich das trifft, habe ich einen Teil in mir, der noch unsensibler ist, als ich es gerne wäre.

 

Spiegelgesetz 3

Alles, was ein anderer an mir kritisiert und mir vorwirft, anders haben will oder bekämpft, was mich jedoch nicht berührt, ist sein eigenes Bild, sein eigener Charakter, seine eigene Unzulänglichkeit, die er auf mich projiziert.

Beispiel: Jemand wirft mir vor, eine Doppelmoral zu leben – A zu sagen und B zu machen. Wenn mich das nicht trifft, wird wahrscheinlich die andere Person etwas von sich selbst auf mich projizieren.

 

Spiegelgesetz 4

Alles, was mir am anderen gefällt, was ich an ihm oder ihr liebe, bin ich selbst, habe ich selbst in mir und liebe dies im anderen. Ich erkenne mich selbst im anderen – wir sind in diesen Punkten in Resonanz und Übereinstimmung.

 

Christoph Thomann

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