Verletzlichkeit macht stark

Theodore Roosevelt sagt:

„Es ist nicht der Kritiker, der zählt, nicht derjenige, der aufzeigt, wie der Starke gestolpert ist oder wo der, der Taten gesetzt hat, sie hätte besser machen können. Die Anerkennung gehört dem, der wirklich in der Arena ist; dessen Gesicht verschmiert ist von Staub und Schweiß und Blut; der sich tapfer bemüht; der irrt und wieder und wieder scheitert; der die große Begeisterung kennt, die große Hingabe, und sich an einer würdigen Sache verausgabt; der, im besten Fall, am Ende den Triumph der großen Leistung erfährt, und der, im schlechtesten Fall des Scheiterns, zumindest dabei scheitert, dass er etwas Großes gewagt hat.“

Wenn man Großes wagt, kommt es nicht aufs Gewinnen oder Verlieren an.

Es zählt der Mut.

In einer Welt, in der Mangel und Scham dominieren und Angst zu haben uns zur zweiten Natur geworden ist, ist Verletzlichkeit schon fast etwas Subversives, etwas Unbehagliches.

Sie ist manchmal sogar ein wenig gefährlich.

Und wenn wir uns so zeigen, wie wir sind, steigt zweifelsohne das Risiko, dass wir uns verletzt fühlen können.

Aber wenn ich auf mein eigenes Leben zurückblicke und darauf, was Großes zu wagen mir bedeutet, kann ich aufrichtig sagen, dass nichts so ungemütlich, gefährlich und schmerzbesetzt wäre, wie das Gefühl zu haben, mein eigener Zuschauer zu sein und mich zu fragen, wie es wohl gewesen wäre, wenn ich den Mut gehabt hätte, mitzumachen und mich offen zu zeigen.

 

Brené Brown

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